GNZ 02.12.2017 – A-Team

Oberndorfs magisches Fünfeck

Der FSV Bad Orb und der SV09 Somborn liegen abgeschlagen am Tabellenende

Fußball (gük). Zur Winterpause deutet sich in der Gruppenliga Frankfurt Ost ein Fünfkampf um die Meisterschaft an. Die Teams JSK Rodgau, Germania Großkrotzenburg, Rosenhöhe Offenbach, 1. FC Erlensee und SV Eintracht Altwiedermus sind nur drei Punkte voneinander getrennt. Aufsteiger VfB Oberndorf überwintert mit 33 Punkten auf Rang acht und hat beste Chancen, das ausgegebene Ziel Klassenerhalt zu realisieren.
Die anderen beiden Gelnhäuser Kreisklubs, der FSV Bad Orb und der SV09 Somborn überwintern auf Rang 17 und 18. Aufgrund eines erheblichen Rückstands zum rettenden Ufer dürfte der Klassenerhalt Utopie sein. Der 1. FC Langen, FSV Bischofsheim, Kickers Obertshausen, FC Dietzenbach, SG Marköbel und der 1. FC Hochstadt dürften nach dem jetzigen Stand die vier anderen Direktabsteiger unter sich ausmachen.

Fünfkampf um den Titel

Am letzten Spieltag vor der Winterpause fing die JSK Rodgau den bisherigen Spitzenreiter 1. FC Erlensee mit einem 5:0-Sieg gegen Steinheim ab. Durch vier Heimniederlagen verspielte das Team von Talentschmied Andreas Humbert allerdings eine noch bessere Ausgangsposition. Mit zwei Punkten Rückstand folgt Verbandsligaabsteiger Germania Großkrotzenburg. Gegen vermeintlich leichte Gegner fehlt der Mannschaft von Trainer Christian Schönig die richtige Einstellung. So kassierte Großkrotzenburg gegen die Abstiegskandidaten Langen (0:3) und Obertshausen (0:1) zwei unerwartete Niederlagen, dafür wurde Erlensee zweimal geschlagen.
Auf Rang drei hat sich die Uberraschungsmannschaft Rosenhöhe Offenbach eingenistet. Vor der Runde galt das Team von Übungsleiter Tevfik Kilinc als Geheimtipp. Wenn in der Restrunde noch die Leistungsträger Fabian Curth und Evangelos Bellos fit werden, muss man abwarten, zu was die Rosenhöhe fähig ist.
Mit zwei Niederlagen zum Auftakt der Runde und zwei Pleiten zum Jahresende verspielte der 1. FC Erlensee Rang eins. Dazwischen zeigte die junge Garde von Trainer Tobias Heilmann begeisterten Fußball, der zwischenzeitlich mit Rang eins belohnt wurde. Trotz eines relativ großen Kaders machten sich die Ausfälle der beiden Mittelstürmer Alexander Schunk und Daniel Januschka negativ bemerkbar. Dennoch verfügt die junge Mannschaft über großes Potenzial und dürfte mit Sicherheit bis zum Ende um die Meisterschaft mitspielen.
Mit dem SV Eintracht Altwiedermus hat sich ein frecher Aufsteiger auf Platz fünf platziert. SVA-Macher Bernd Fernau hatte mit seinen Einkäufen (Michael Kohnke, Cedric Liuzzo, Nikola Andrejic, Mimoun Attanin und Emanuel Becker) mal wieder ein goldenes Näschen. Die erfahrenen Gruppenliga-Recken bilden zusammen mit Kapitän Kevin Lehr und Torwart Philipp Wolf das starke Gefüge der Ronneburger, zudem stellt die Mannschaft die zweitbeste Offensive. Einzig die Anzahl der Gegentreffer (38) ist noch verbesserungswürdig. Zudem ist Kohnke mit fünf Ampelkarten der absolute Gelb-Rot-König der Gruppenliga.

Das Mittelfeld der Liga

Türk Gücü Hanau drückte zu Saisonbeginn mit sechs Startsiegen mächtig aufs Gaspedal. Durch Verletzungen von Stammspielern machte sich die fehlende Qualität in der Kader-Breite bemerkbar. In Erlensee (0:5) und Großkrotzenburg (0;4) bekam die Mannschaft von Trainer Blerim Petrovci die Grenzen aufgezeigt. Aufsteiger SVG Steinheim wies das Spitzenteam Erlensee zweimal in die Schranken. Mit Payam Khederzadeh, Andrej Kolchak und Peter Balzer Verfügen die Schützlinge von Trainer Jürgen Baier über drei ganz starke Offensivspieler.
Neuling VfB Oberndorf hat sich mit 33 Zählern (Rang acht) gut für die Restrunde positioniert. Durch eine intensive Vorbereitung im Sommer machte Coach Reinhold Jessl seine Jungs fit für die Gruppenliga. Das „Filetstück“ ist zweifelsfrei die Offensive. Das magische Fünfeck mit Kai Helmchen, Tim Lingenfelder, Nico Thomas, Sebastian Jessl und Almir Muminovic erzielte 43 der insgesamt 44 Tore und gilt als Lebensversicherung für den Klassenerhalt. Schafft es die Mannschaft über ihre Tugenden Leidenschaft und Teamgeist immer 100 Prozent auf den Platz zu bringen, ist der VfB Oberndorf für jede Mannschaft schwer zu spielen. Ihr bestes Saisonspiel lieferten die Jossgründer beim 2:0-Sieg in Großkrotzenburg ab.

Teams im Abstiegskampf

Mit jeweils 29 Zählern liegen die Sportfreunde Seligenstadt und Germania Klein-Krotzenburg auf den Rängen neun und zehn. Die Seligenstädter spielten ergebnismäßig eine sehr wechselvolle Runde, allerdings ärgerte man kurz vor der Winterpause mit Erlensee (1:1) und Großkrotzenburg (2:1) zwei Topteams. Klein-Krotzenburg führt mit sechs Roten Karten die Sünderkartei an. Dabei wurden die Stürmer Gianpiero Iantorno und Florent Hajzeraj zu Wiederholungstätern und sahen zweimal Rot. Nach neun Spieltagen stand Klein-Krotzenburg in der Spitzengruppe, danach war es von den Ergebnissen her eine Achterbahnfahrt.
Der 1. FC Langen zeigt bislang noch keine richtige Konstanz. Immerhin wurden gegen Großkrotzenburg vier Punkte geholt. In der Restrunde dürfte es ein schwerer Weg Richtung Klassenerhalt werden.
Nach den Abgängen von fünf Leistungsträgern legten die „Bischofsheimer Frösche“ einen Rumpelstart mit zwei Punkten aus acht Spielen hin. Nach dem Auswärtssieg in Bad Orb zeigte die Formkurve nach oben. Das Team von Trainer Michael Raudnitzky überwintert über dem Strich.
Nach elf Spieltagen zog Kickers Obertshausen die Reißleine und trennte sich vom neuen Coach Nils Noe. Mit Marcel Dindorf und Simon Römgens soll ein internes Spielerduo das Unternehmen Klassenerhalt in trockene Tücher packen.
Der FC Dietzenbach ließ gegen einige Mitkonkurrenten im Abstiegskampf wichtige Zähler liegen und will in der Restrunde nochmal richtig angreifen.
Auch im zwölften Jahr ihrer Zugehörigkeit bestreiten die „Hammersbacher Gallier“ der SG Marköbel wieder den Abstiegskampf. Neuzugang Philipp Op de Hipt zog sich einen Kreuzbandriss zu und fällt als Hoffnungsträger für die Offensive aus. Wie in der Vergangenheit wird das Team von Trainer Wolfram Rohleder wieder bis zum Ende zittern müssen.
Für den 1. FC Hochstadt steht nach den Abgängen der Stürmer Ilker Bicakci und Emanuel Becker Abstiegskampf auf dem Programm. Ganz bitter waren die beiden Niederlagen gegen die Schlusslichter FSV Bad Orb und SV09 Somborn.

Gelnhäuser Kreisvereine

Für Aufsteiger FSV Bad Orb wurde die Gruppenliga in den ersten 13 Spielen zum Selbstbedienungsladen für die gegnerischen Teams. Ein mageres Pünktchen zierte das Konto der Kurstädter, ehe die Trennung von Trainer Boban Milovanovic erfolgte. Milovanovic’s Nachfolger ist auch sein Vorgänger: Helmut Dauth. Dauths Einstand war mit dem 4:0 im Kreisderby in Somborn furios. In sechs Spielen unter seiner Leitung sammelte die Mannschaft immerhin
Beim SV09 Somborn wurde der große personelle Umbruch im Sommer für den neuen Spielertrainer Tuncay Zortuk zum Ritt auf der Rasierklinge. Viele junge und talentierte Spieler wurden für das Unternehmen Gruppenliga angeworben, doch mit Talent alleine kann man im Haifischbecken Gruppenliga nicht mitschwimmen. Ein weiteres Manko war die Tatsache, dass Spielertrainer Zortuk nie zweimal hintereinander die gleiche Elf aufbieten konnte. Sein Konzept mit erfahrenen Recken in der Deckung und jungen Wilden im Angriff konnte nie gezielt umgesetzt werden, weil immer wieder Akteure aus verschiedensten Gründen ausfielen. Bei drei Punkten auf der Habenseite und 17 Niederlagen in Folge laufen im Hintergrund schon die Planungen Richtung Kreisoberliga. Mit Heiko Jung (die GNZ berichtete) wird ein neuer Teammanager und Koordinator versuchen, das leckgeschlagene Schiff ins ruhige Fahrwasser zu bringen.
Torschützen SV09 Somborn: Sefa Gözütok (6), Egzon Shabani (5), Abulidh Yildiz (3), Gianluca Rossi (2), Marcel Beganovic (2), Samuel Schroeder (2), Sancar Mert (1), Michael Preis (1), Mustafa Aydin (1), Nico Laubach (1), Javier Romero (1).

ZAHLEN & FAKTEN

Die Fairnesstabelle wird von der JSK Rodgau angeführt. Das Team von Trainer Andreas Humbert hat keine Ampelkarte und keine Rote Karte zu verzeichnen. Kickers Obertshausen ist mit einmal Gelb-Rot Zweiter. Großkrotzenburg ist noch ohne Ampelkarte und hat nur einmal Rot erhalten. Erlensee ist ebenfalls ohne Rote Karte, dafür kassierten die „Heilmänner“ vier Ampelkarten. Mit sechs Roten Karten ist Germania Klein-Krotzenburg das Schlusslicht. Bischofsheim und Somborn verzeichneten je drei Feldverweise durch Rot. Bei den Ampelkarten ist Neuling Altwiedermus mit neun führend. Steinheim liegt mit sieben auf Rang zwei. Bei den Rotsündern sind Türk-Gücü-Keeper Muhammed Tok sowie die Klein-Krotzenburger Florent Hajzeraj und Gianpiero Iantorno mit je zwei Hinausstellungen die Wiederholungstäter der Liga.
Die meisten Treffer in einer Partier nämlich vier, gelangen Dietzenbachs Roland Pauna beim 6:0 gegen Somborn. Hochstadt feierte beim 8:0 gegen Somborn den höchsten Sieg der Saison. In bislang 177 Partien fielen 668 Treffer, das entspricht einem Schnitt von 3,8 Toren pro Match.
Die Zuschauerbestmarken halten die Begegnungen Altwiedermus gegen Somborn (420), Erlensee gegen Altwiedermus (350) und Oberndorf gegen Bad Orb (330).
Zum Allheilmittel Trainerwechsel griffen bislang nur zwei Klubs. In Bad Orb löste Helmut Dauth, Boban Milovanovic ab. In Obertshausen wurde Nils Noe durch das Spielergespann Marcel Dindorf und Simon Römgens abgelöst.
Selten war es in der Gruppenliga-Tabelle oben und unten so spannend wie in dieser Saison. Die Restrunde wird für viele Klubs zum Gradmesser werden, um ihre gesteckten Ziele zu erreichen. Deshalb werden die 14 Restspieltage für viele Teams ein Spagat zwischen Hoffen und Bangen.

GNZ 27.11.2017 – A-Team

Schlusslicht kommt unter die Räder

1. FC Hochstadt – SV09 Somborn 8:0 (5:0)

Fußball (gük). Klare Klatsche für Schlusslicht SV09 Somborn. Beim Auftritt in Hochstadt gab es für die Mannschaft von Spielertainer Tuncay Zortuk eine 0:8-Packung. Schon beim 5:0-Pausenstand war die Sache auf dem Hochstädter Kunstrasenplatz entschieden. Mit Jürgen Bufi (drei Treffer) und Daniel Griepentrog (zwei Tore) trafen zwei ehemalige Somborner gegen ihren Ex-Klub ins Schwarze.
Hochstadt machte von Beginn an Druck. Metin Oymak bediente Bufi beim 1:0 mustergültig. Das 2:0 nach neun Minuten legte Bufi für Griepentrog auf. Somborn war nach Aussage von Hochstadts Pressechef Manfred Maier zwar immer bemüht, doch im Abschluss relativ harmlos. Oymak (mit einem Doppelpack) und Bufi schraubten das Ergebnis auf 5:0 zur Halbzeit.
Auch im zweiten Durchgang hatte Hochstadt seinen Torhunger noch nicht gestillt. Julian Quantz machte mit einem satten Distanzschuss das halbe Dutzend voll. Griepentrog und Bufi stellten zum Ende hin das Resultat auf 8:0. Bei Hochstadt feierte Marco Kappes nach einjähriger Verletzungspause (Knöchelbruch) sein Comeback.

Statistik

1. FC Hochstadt: Wiegand — Hogic, Westenburger, Pascarella (70. Fangacci), Lehr, Schönherr (78. Amore), Ljubicic, Quantz, Oymak, Bufi, Griepentrog (80. Kappes).
SV09 Somborn: Menslage — Karakaya, Schroeder, Preis, Romero, Beganovic, Aydin, Laubach, Rossi, Egzon Shabani, Sancar Mert.
Eingewechselt: Oguz Mert und Jose De Carvalho.
Schiedsrichter: Abbondanza (Wiesbaden).
Zuschauer: 80.
Tore: 1:0 Bufi (3.), 2:0 Griepentrog (9.), 3:0 Oymak (25.), Bufi (31.), 5:0 Oymak (42.), 6:0 Quantz (65.), 7:0 Griepentrog (75.), 8:0 Bufi (79.).
Beste Spieler: Westenburger, Bufi (Hochstadt) — Geschlossen (Somborn).

GNZ 25.11.2017 – A-Team

Somborn gibt nicht auf

Gruppenliga Frankfurt Ost: Heißer Tanz für den SVS in Hochstadt

1. FC Hochstadt – SV09 Somborn
Sonntag, 14.45 Uhr

Stimmen: Im letzten Spiel des Jahres zählt für Hochstadts Spielertrainer Marc Außenhof nur ein Dreier. „Im Hinspiel mussten einige Akteure ran, die damals nicht richtig fit waren, zudem fehlten Urlauber. Mittlerweile sind alle Akteure an Bord. Wir wollen bis zur Winterpause den Anschluss ans hintere Mittelfeld finden und in der Restrunde mit einer starken und verletzungsfreien Vorbereitung unser Ziel Klassenerhalt erreichen. Gegen den abgeschlagenen Letzten zählt nur ein Sieg.“
Trotz Platz 18 und nur drei Zählern auf der Habenseite will Somborns Spielertrainer Tuncay Zortuk die Flinte nicht ins Korn werfen. „In den letzten vier Spielen waren wir immer dicht dran. Doch die Mannschaft konnte sich nicht belohnen. Unser Manko ist, dass zu viele Gegentore nach Standards fallen. Hochstadt ist mit Sicherheit heiß auf uns und will die Hinrunden-Niederlage wettmachen.“
Personal: Hochstadt läuft in bester Besetzung auf. Somborn kann wieder auf Egzon Shabani, Gianluca Rossi und Jeison Mendoza zurückgreifen. Fraglich sind die Einsätze von Zortuk, Samuel Schroeder, Can Esen und Besnik Shabani. Sefa Gözütok (langzeitverletzt) fällt weiter aus.

GNZ 20.11.2017 – A-Team

Pflichtsieg beim Letzten

SV09 Somborn – SV Eintracht Altwiedermus 2:4 (1:3)

Von Günter Kircher
Fußball. Beide Mannschaften mussten auf dem Trainingsplatz in der „DieQuartiermacher-Arena“ wichtige Stammkräfte ersetzen. Bei den Gästen coachte Torjäger Kevin Lehr zusammen mit Trainer Martin Walther sein Team von der Bank. Trotz der aussichtslosen Lage malochten die Gastgeber über 90 Minuten und verlangten den Gästen alles ab. Als der SVS beim Stande von 2:3 zwei klare Chancen liegen ließ, machten die Gäste in Person von Patrick Hillemann mit dem 2:4 den Deckel drauf.
In den ersten 25 Minuten machte das Somborn richtig gut. Mit enormem Einsatz und vermehrter Laufbereitschaft ließen die Freigerichter die gefürchtete Offensive der Gäste um Emanuel Becker, Michael Kohnke und Nikola Andrejic nicht zur Entfaltung kommen. Nach vorne versuchte der SVS über Sancar Mert und Abdullah Yildiz Nadelstiche zu setzen. Nach 22 Minuten belohnte sich der SVS für seinen engagierten Auftritt. Bei einem Eckball von Jose De Carvalho stand der aufgerückte Innenverteidiger Samuel Schroeder in der Luft und köpfte den Ball zum 1:0 ins Netz.
Die Gäste schüttelten sich kurz und gaben fünf Minuten später die Antwort. Andrejic dribbelte von halbrechts in den Strafraum, sein Flachschuss prallte an den Pfosten. Emanuel Becker stand goldrichtig und staubte zum 1:1 ab. Kurze Zeit später brachte Andrejic einen Freistoß nach innen, den Sebastian Franz aus kurzer Distanz zum 1:2 ins Tor drückte. Es sollte noch schlimmer kommen für die Gastgeber.
Ex-Somborner Michael Kohnke erweist seiner Mannschaft einen Bärendienst
Bei einem Freistoß des Ex-Somborners Michael Kohnke traf der Gästespieler die Abwehrmauer des SVS. Schiedsrichter Luschberger stand gut und deutete auf den Elfmeterpunkt, weil er ein Handspiel gesehen hatte. Andrejic schritt zur Ausführung und verwandelte sicher zum 1:3. Kurz vor der Pause erlaubte sich Gästespieler Johannes Wolf einen Leichtsinnsfehler. Yildiz spielte den Ball vor das Tor, doch SVA-Keeper Philipp Wolf rettete in höchster Not vor Nico Laubach.
Auch im zweiten Abschnitt versteckte sich Somborn nicht. Nach 63 Minuten erwies Kohnke den Gästen einen Bärendienst, als er sich seine fünfte Ampelkarte einhandelte und sein Team nominell schwächte. In Überzahl witterte Somborn trotz des Zwei-Tore-Rückstandes nochmals Morgenluft. Acht Minuten vor dem Ende konnten die Gäste nach einer Flanke in der Mitte zweimal abwehren, ehe der aufgerückte Michael Preis im dritten Nachschuss zum 2:3 erfolgreich war. Plötzlich wackelte Altwiedermus bedenklich. Yildiz und Javier Romero tauchten zweimal frei vor SVA-Keeper Philipp Wolf auf, doch sie konnten den guten Gästeschlussmann nicht überwinden.
Kurz vor dem Ende tankte sich Andrejic an drei Gegenspielern vorbei und servierte Hillemann den Ball maßgerecht zum 2:4-Endstand. Es wie so oft in dieser Saison: Die glücklosen Somborner hauten alles raus und standen am Ende wieder mit leeren Händen da.

Statistik

SV Somborn: Menslage — Karakaya, Preis, Schroeder, Romero, Aydin, Mert (80. Zortuk), Laubach, Beganovic, Yildiz (80. Gutier), De Carvalho.
SV Eintracht Altwiedermus: Philipp Wolf — Beier, Johannes Wolf, Schulz (15. Nana), Niklas Laumer (70. Hillemann), Attanin, Müller, Andrejic, Becker, Franz, Kohnke.
Schiedsrichter: Luschberger (Eltville).
Zuschauer: 100.
Tore: 1:0 Schroeder (22.), 1:1 Becker (27.), 1:2 Franz (31.), 1:3 Andrejic (39./HE), 2:3 Preis (82.), 2:4 Hillemann (90.).
Gelb-Rot: Kohnke (A/63.).
Beste Spieler: Schroeder, Laubach, Yildiz (Somborn) — Becker, Franz, Andrejic (Altwiedermus).

GNZ 18.11.2017 – A-Team

Somborner Notelf erwartet starken SV Altwiedermus

SV09 Somborn – SV Eintracht Altwiedermus
Sonntag, 14.30 Uhr

Fünf Fragen an die 2 Trainer
1. Wie fällt Ihr aktuelles Saison-Zwischenfazit aus?
2. Wer wird Meister?
3. Wer steigt ab?
4. Wo landet Ihr Verein?
5. Wie lautet Ihre Einschätzung zum Spiel und zur Personalsituation?

Tuncay Zortuk (SV Somborn)
Zu Frage 1: Mit Platz 18 kann man nicht zufrieden sein. Von den Umständen her kam einfach alles zusammen. Neben Urlaubern, Verletzten und Rotsündern fielen immer wieder erfahrene, wichtige Akteure aus. Den jungen Spielern, die durchaus ihr Talent andeuteten, fehlte die Erfahrung und Cleverness. Zudem konnte ich nie zweimal hintereinander mit derselben Mannschaft spielen.
Zu Frage 2: Für mich werden Großkrotzenburg oder Erlensee das Rennen machen.
Zu Frage 3: Das ist schwer. Dazu möchte ich keine Namen nennen.
Zu Frage 4: (lacht). Ich hätte nicht gedacht, dass wir derart abgeschlagen auf Rang 18 stehen. Wir werden uns in der Winterpause mit den Spielem zusammensetzen und versuchen, noch auf den einen oder anderen Platz zu klettern. Wir wollen auf keinen Fall letzter werden.
Zu Frage 5: Von der Offensive her kommt natürlich wieder Schwerstarbeit auf uns zu. Michael Kohnke und Kevin Lehr harmonisieren stark zusammen, da müssen wir schon versuchen, die Anspiele aus dem Mittelfeld zu unterbinden. Mit meinen insgesamt recht wenigen Akteuren werden wir uns richtig reinhängen und versuchen, ein gutes Ergebnis zu erzielen. Neben unseren beiden Rotsündern Egzon Shabani und Ginluca Rossi, fallen noch Sefa Gözütok, Jeison Mendoza, Can Esen und Samuel Schroeder aus. Bei mir selbst stehen die Chancen bei 50:50.

Heinz-Martin Walther (SV Altwiedermus)
Zu Frage 1: Wir sind als Neuling gut in der Klasse angekommen, diesbezüglich können wir uns wirklich nicht beschweren. In einigen Spielen haben wir Lehrgeld bezahlt. Das 1:4 in Erlensee auf Kunstrasen möchte ich nicht bewerten. Offensiv agieren wir sehr gut, denn wir spielen uns in jedem Spiel etliche Chancen heraus. Von den Gegentoren her müssen wir noch etwas gefestigter werden.
Zu Frage 2: Das ist ausgesprochen schwer zu beantworten. Obwohl wir bei Rosenhöhe Offenbach gewonnen haben, war das eine richtig gute Mannschaft. Bei Erlensee muss man abwarten, wie die Crew auf Naturrasen zurechtkommt.
Zu Frage 3: Bei sechs Absteigern ist das schwer zu sagen. Wer erst mal da hinten drinsteht, hat es schwer, wieder rauszukommen.
Zu Frage 4: Wir sind auch noch nicht über den Graben drüber. Der Kader ist im Moment sehr klein, denn mit Andreas Schelle, Redon Strati und Mark Reutzel fehlen drei Langzeitverletzte. Ohne weiteres Verletzungspech könnte Platz sieben drin sein.
Zu Frage 5: Ich kann jetzt nicht sagen, dass wir nach Somborn fahren und Unentschieden spielen wollen. Niklas Laumer kehrt nach seiner Rotsperre in den Kader zurück. Kleine Fragezeichen stehen hinter den Einsätzen der angeschlagenen Akteure Cedric Liuzzo und Kevin Lehr.

GNZ 06.11.2017 – A-Team

Gäste schlagen sich wacker

JSK Rodgau – SV Somborn 6:3 (2:1)

Fußball (gük). Der SV09 Somborn hat trotz der 3:6-Niederlage bei der JSK Rodgau eine ansprechende Leistung gezeigt. Mit dem allerletzten Aufgebot hielten die Gäste über 70 Minuten gut mit, erst in der Schlussphase kam der klare Sieg der Gastgeber zustande.
Auf dem Kunstrasenplatz erzielte Javier Romero nach einer schönen Kombination die Gästeführung. Nico Klein glich Mitte der ersten Halbzeit mit einem abgefälschten Schuss zum 1:1 aus. Fast mit dem Pausenpfiff köpfte Stefan Schweier zum 2:1 ein, als Gästetorwart Marcel Menslage am Ball vorbeigriff.
Somborn bewies nach dem Seitenwechsel Moral. Eine schöne Flanke von Marcel Beganovic verwertete Nico Laubach zum 2:2. Dominik Götze schoss die Gastgeber erneut in Führung. Eine schöne Spielverlagerung von Sahlih Karakaya schloss Abdullah Yildiz zum 3:3 ab. In der letzten Viertelstunde fehlte den Gästen die Cleverness. Götze vollendete zur 4:3-Führung.
Somborn riskierte jetzt alles und ging auf das 4:4, dadurch ergaben sich für die Gastgeber Räume für schnelles Angriffsspiel. Dominik Fischer gelang das 5:3. Eine Minute vor dem Abpfiff machte der eingewechselte Zakaria Ajiou das halbe Dutzend voll.

Statistik

JSK Rodgau: Hessberger — Akkert (69. Cölsch), Schweier, Dejanovic, Binder, Hitzel, Heegen (55. Sozzo), Klein, Götze, Fischer, Neteoui-Flores (84. Ajiou).
SV09 Somborn: Menslage — Karakaya, Besnik Shabani, Preis, Romero, Aydin, Laubach, Beganovic, Mert, Mendoza, Yildiz (74. De Carvalho).
Schiedsrichter: Siefert (Beerfelden).
Zuschauer: 45.
Tore: 0:1 Romero (17.), 1:1 Klein (25.), 2:1 Schweier (45.), 2:2 Laubach (50.), 3:2 Götze (59.), 3:3 Yildiz (70.), 4:3 Götze (74.), 5:3 Fischer (81.), 6:3 Ajiou (89.).
Beste Spieler: Götze (Rodgau) — Geschlossen (Somborn).

GNZ vom 01.11.2017 – A-Team

Zortuk-Elf klebt das Pech weiterhin am Stiefel

SV09 Somborn – Germania Klein-Krotzenburg 1:2 (0:1)

Fußball (gük). Dem SV09 Somborn bleibt das Pech treu: Gegen Germania Klein-Krotzenburg setzte es eine ganz bittere 1:2-Heimniedeflage. Der stehts um Objektivität bemühte Pressesprecher Jürgen Müller machte Schiedsrichter Wettels mit zum Sündenbock, weil dieser eine laut SVS-Sprecher überzogene Rote Karte gegen Gianluca Rossi gezogen hatte.
Ähnlich wie beim Auswärtsspiel in Marköbel geriet Somborn gleich zu Beginn ins Hintertreffen. Eine Rechtsflanke schweißte Gästespie1er Anton Hofmann volley zum 0:1 ein.
Danach schnürte der SVS die Gäste ein und ließ reihenweise gute Tormöglichkeiten liegen. Jose De Carvalho schoss einen Freistoß knapp vorbei. Tuncay Zortuks Kopfball kratzte Gästetorwart Marcel Aschenbach raus.
Bei einem Zweikampf im Mittelfeld gingen Somborns Rossi und Gästespieler Francesco Zocco im Zweikampf zu Boden, dabei soll Zocco im Liegen nachgetreten haben, wie Somborns Pressewart Müller die Szene schilderte. Schiedsrichter Wettels zeigte allerdings beiden Spielern die Rote Karte.
Auch in den zweiten 45 Minuten bemühte sich Somborn, Schüsse von Marcel Beganovic und Mustafa Aydin verfehlten knapp das Ziel. Nach 68 Minuten fühlten sich die Platzherren abermals benachteiligt. Bei einem Zweikampf zwischen SVS-Akteur Michael Preis und Filippo Serra ging der Gästespieler im Strafraum zu Boden und bekam einen Elfmeter. Serra selbst trat an und vollstreckte zum 0:2.
Auch danach kämpfte Somborn unverdrossen weiter. Nach 84 Minuten legte Beganovic seinen ganzen Frust in einen Freistoß aus 22 Metern und knallte die „Pille“ zum 1:2 in den oberen Giebel. Es sollte allerdings erneut nicht für etwas Zählbares reichen.
Somborns Preis sah in der Nachspielzeit noch die Ampelkarte.

Statistik

SV09 Somborn: Menslage — De Carvalho (75. Mert), Preis, Rossi, Romero (57. Schroeder), Aydin, Mendoza (81. Esen), Laubach, Zortuk, Yildiz, Beganovic.
Klein-Krotzenburg: Aschenbach — Eckert (67. Iantorno), Tomic, Zocco, Akcay, Doschek, Tobias Kaufmann, Herth, Serra, Hofmann (58. Protzel), Hajzeraj.
Schiedsrichter: Wettels (Fulda).
Zuschauer: 120.
Tore: 0:1 Hofmann (2.), 0:2 Serra (69./FE), Beganovic (84.).
Gelb-Rote Karte: Preis (90.+3/Somborn).
Rote Karte: Rossi (34./Somborn), Zocco (34./Klein-Krotzenburg).
Beste Spieler: Preis, Zortuk (Somborn) – Akcay, Herth, Serra (Klein-Krotzenburg).

GNZ vom 30.10.2017 – A-Team

Blitztor für den Arbeitssieg / Gäste kassieren zwei Platzverweise

SG Marköbel – SV09 Somborn 1:0 (1:0)

Fußball (gük). Für den SV09 Somborn wird die Lage im Tabellenkeller prekärer. Beim Gastspiel in Marköbel hängte sich die Mannschaft aus dem Freigericht voll rein, kassierte am Ende aber eine bittere 0:1-Niederlage. Als bitteren „Beigeschmack“ gab es für den SVS noch die Rote Karte gegen Egzon Shabani nach einer Tätlichkeit, wie SGM-Sprecher Luca Topitsch vermeldete.
Der erste Angriff der Gastgeber führte gleich zum Führungstor. Daniel Schabet passte nach innen und Marcel Gerken versenkte den Ball zum 1:0.
In der Folgezeit ging es rauf und runter mit Vorteilen für die Gastgeber. Gegen Schabet war Somborns Torwart Marcel Menslage auf der Hut. Mitte der ersten Halbzeit zielte Somborns Jeison Mendoza über das Tor. Auch ein Distanzschuss von Javier Romero flog vorbei. Auf der Gegenseite war Kuhl frei durch, doch Somborns Torhüter Menslage  hielt stark.
Nach dem Wechsel waren zunächst die Gastgeber besser im Spiel. Einen Kopfball von Marköbels Christian Karges hielt Menslage stark. 20 Minuten vor dem Ende sah Gästespieler Salih Karakaya die Ampelkarte. Dann hatten die Gäste Pech. Egzon Shabanis Flanke wurde immer länger und landete an der Querlatte. Kurz darauf sah Shabani Rot. Für Marköbel war es ein Arbeitssieg, während Somborn weiter das Pech an den Stiefeln klebt.

Statistik

SG Marköbel: Sticher — Naumann, Marx, Karges, Vetchel, Michel Völke, Nacci (73. Kayalar), Gerken, Schabet, Strüter (55. Oppermann), Kuhl (87. Reuthal).
SV09 Somborn: Menslage — Karakaya, Preis, Zortuk, Romero, Mendoza, Aydin, Laubach (72. Rossi), Beganovic, Yildiz (82. De Carvalho), Egzon Shabani.
Schiedsrichter: Wenzek (Darmstadt).
Zuschauer: 85.
Tor: 1:0 Gerken (2.).
Gelb-Rot: Karakaya (70. Somborn).
Rot: Egzon Shabani (81. Somborn)
Beste Spieler: Vetchel, Marx, Schabet (Marköbel) — Preis (Somborn).

GNZ vom 27.10.2017

Somborner Sorgen

Bricht dem kriselnden Gruppenligisten im Winter der Kader weg?

Fußball (mih). Die Situation ist ernst. Sportlich steht der SV09 Somborn in der Gruppenliga Frankfurt Ost auf dem letzten Tabellenplatz. Nach dem 0:4 gegen das bisherige Schlusslicht FSV Bad Orb läuten die Alarmglocken. Und auch die zweite Mannschaft macht es nicht besser, ist ebenfalls Tabellenletzter in der Kreisliga B Gelnhausen. Nicht der Abstieg beider Mannschaften ist die große Gefahr, sondern dass beide Teams in der Winterpause auseinanderfallen könnten, weil es den Spielern und Trainern keinen Spaß mehr macht, Woche für Woche zu verlieren.
Der junge Erstmannschaftstrainer Tuncay Zortuk warnt deshalb: „Wenn im Winter personell nichts passiert, haben wir ein ganz droßes Problem.“ Zortuk: „Wir sind in der Offensive von einem Mann abhängig. Wenn Sefa Gözütok nicht spielt, geht garnichts. Das darf nicht sein.“ Gözütok fiel gegen Bad Orb mit einer Muskelverletzung aus. Seine Rückkehr wird erst in einigen Wochen erwartet.
Vereinschef Horst Rinkenberger sagt: „Ich bin etwas sprachlos. Beim B-Team kann ich es eigentlich nicht verstehen. Die Spieler haben es drauf. Warum es immer wieder zum Zusammenbruch kommt, liegt vielleicht daran, dass sie sich nicht an die taktische Disziplin halten. Oftmals rennt jeder für sich nach vorne.“
Beim Gruppeliga-Team sei das etwas anders gelagert. „Wir hatten einen großen Umbruch.“ Rinkenberger weiß, dass der Weg wohl zurück in die Kreisoberliga Gelnhausen führen wird, was kein Beinbruch sei. Dass die Mannschaft im Winter auseinanderfällt, glaubt er nicht. „Die Spieler wissen auch, dass sie den Anspruch hatten, Gruppenliga zu spielen. Da kann man nicht einfach so mitten in der Saison gehen. Das wissen sie auch.“
In der nächsten Woche soll es ein Gespräch mit Trainern und Spielerrat geben, um die Situation besser analysieren zu können. Die Vorgabe für die nächsten Spiele sei einfach, sich gut aus der Affäre zu ziehen. „Wir können das Spiel nicht machen, deshalb müssen wir jetzt die Defensive stärken, damit wir nicht mit 150 Gegentoren aus der Saison gehen. Rinkenberger sagt auch: „In der derzeitigen Situation hilft es nicht weiter, wenn wir ein, zwei gute Leute verpflichten. Das bringt uns nichts. Die Mannschaft trainiert ja gut, nur am Spieltag zeigt sie nicht was sie kann. Vor einigen Jahren hatten wir schon einmal eine ähnliche Situation, dann kam Michael Mohr und wir haben nur noch ein Spiel verloren, in der Rückrunde. Das kann nicht jedes Mal gelingen. Aber vielleicht gibt es doch einen Ruck nach den Gesprächen“, hofft Rinkenberger, dass es wieder aufwärts geht.

GNZ vom 23.10.2017 – A-Team

Dauths furioser Einstand

SV09 Somborn – FSV Bad Orb 0:4 (0:1)

Von Günter Kircher
Fußball. In der Bundesliga brachte Jupp Heynckes den FC Bayern München wieder in die Spur. Beim bislang sieglosen Gruppenligisten FSV Bad Orb löste der schon öfters als „Feuerwehrmann“ eingesprungene Helmut Dauth den Knoten und siegte zum Einstand im Gelnhäuser Kreisderby beim SV09 Somborn mit 4:0. Dauths „Sturmnotlösung“ Maximilian Grauel und Tim Wittig sorgten mit ihren Doppelpacks für den ersten Saisonsieg. Der Gästecoach war zufrieden. „Wichtig war, dass wir in den Zweikämpfen enger dran waren. Die Mannschaft hat sich Selbstvertrauen geholt, es war ein erster Schritt in die richtige Richtung.“ Gegenüber dem blutleeren Auftritt gegen Marköbel trat Bad Orb mit einer ganz anderen Körpersprache und Spannung auf dem Nebenplatz in der „DieQuartiermacher-Arena“ auf.
Beide Teams mussten einige Stammkräfte vor einer relativ dürftigen Kulisse von 130 Fans ersetzen. Bereits in der Frühphase der Partie boten sich die ersten Möglichkeiten. Für Somborn zischte ein Schrägschuss von Egzon Shabani um Zentimeter am Pfosten vorbei. Kurz darauf brachte auf der Gegenseite der starke Georg Tjart einen Eckball nach innen, den Daniele Sama mit einem wuchtigen Kopfball abschloss, doch Somborns Torwart Marcel Menslage glänzte mit einer starken Parade. Nach 18 Minuten spielten die Gäste einen starken Angriff über Tjart zu Tim Wittig, dessen Schuss lenkte Keeper Menslage mit den Fingerspitzen an den Pfosten.
Fast eine halbe Stunde war vergangen, da setzte Somborns Michael Preis seinen Spielertrainer Tuncay Zortuk in Szene, doch Gästetorhüter Patrick Hellenkamp verhinderte mit einer guten Reaktion einen Rückstand. Kurz vor dem Seitenwechsel belohnten sich die Gäste für ihren bislang starken Auftritt. Nach einem schnellen Angriff spielte Tjart seine Sturmspitze Grauel frei, der zum 0:1 Pausenstand traf.
Fünf Minuten nach Wiederbeginn war es erneut ein Zusammenspiel von Tjart und Grauel, das zum 0:2 führte. Dabei sah die SVS-Deckung in Person von Sahlih Karakaya und Jeison Mendoza ziemlich alt aus. Die Gastgeber bäumten sich nochmal kurz auf, doch Marcel Beganovic und Zortuk scheiterten am guten Hellenkamp im Gästetor. Im Endspurt machte Bad Orb dann den Sack zu. Nach schöner Flanke von Tjart netzte Wittig aus spitzem Winkel zum 0:3 ein. Somborn hatte sich längst aufgegeben und fing sich noch den vierten Gegentreffer ein. Eine Hereingabe von Tjart sprang Samuel Schroeder unglücklich an die Hand. Schiedsrichter Fischer deutete auf den Elfmeterpunkt. Wittig traf wuchtig zum 0:4 ins Eck, obwohl Menslage den Braten roch, den Einschlag aber nicht verhindern konnte.
Bad Orbs Pressewart Heiner Weisbecker berichtete am Rande des Spiels noch von einer schönen Anekdote. „Vor einem Jahr stellte Ralf Krieger nach einer Niederlage gegen Gelnhausen seinen Posten zur Verfügung. Helmut Dauth übernahm und siegte 4:0 gegen Altenmittlau. Diesmal wiederholte sich die Geschichte mit Milovanovic und Dauth“, meinte Weisbecker mit einem Lächeln im Gesicht. Somborns Sportlicher Leiter Harald Bossert attestierte seiner Elf eine gute erste Halbzeit. „Es war ein Kreisderby, bei dem der Kampf im Vordergrund stand. Nach dem 0:2 gingen wieder Köpfe runter, da hätte kämpferisch und läuferisch von uns mehr kommen müssen.“

Statistik

SV09 Somborn: Menslage – Karakaya, Preis, Schroeder, Romero (73. Rossi), Mendoza, Zortuk, Laubach, Beganovic (59. Aydin), Egzon Shabani, Esen (71. Besnik Shabani).
FSV Bad Orb: Hellenkamp – Scholz, Flechner, Begemann, Polizzi, Dauth, Tjart, Koch (62. Yigit), Wittig, Grauel, Sama (82. Schmitt).
Schiedsrichter: Fischer (Rödermark).
Zuschauer: 130.
Tore: 0:1, 0:2 Grauel (39./50.), 0:3, 0:4 Wittig (79./84./HE).
Beste Spieler: Menslage (Somborn) – Hellenkamp, Begemann, Dauth, Grauel, Tjart (Bad Orb).