GNZ 12.11.2018

NEUE FOR SOMBORN

Der SV09 Somborn vermeldet vier „Neuzugänge“: Es haben sich Sven Schaffrath, Manuel Staab, Marcus Baumann und Ernst Fischer bereit erklärt, für die 09er zu spielen. Die „Altstars“ des SVS haben ihre Hilfe angeboten, die die Somborner Verantwortlichen um den Spielausschuss-Vorsitzenden Mike Lazarus gerne annehmen. Dass die Neuzugänge dem SVS weiterhelfen, zeigten Schaffrath und Staab schon beim gestrigen Spiel in Roth. Staab traf selbst und gab zwei Vorlagen. Schaffrath glänzte mit vielen tollen Pässen.

GNZ 12.11.2018 – B-Team

Melitia Roth — SV09 Somborn II 1:5 (0:4)

Überfallartig legte der Gast gegen unkonzentriert wirkende Melitia-Spieler innerhalb von 17 Minuten die Grundlage für den hochverdienten Sieg. Erst als Florian Streubel in der 67. Minute das 1:4 erzielt hatte, wurde Somborn schwächer, während Roth bis zum Schlusspfiff gleichwertig war.
SR: Can (Frankfurt).
Z: 50.
Tore: 0:1 Gashi (8.), 0:2 Staab (10.), 0:3 Mert (14.), 0:4 Haje (17.), 1:4 Streubel (67.), 1:5 Haje (82.).
Rote Karten: Haje (SVS II/83.), Dorosenko (Roth/83.)

GNZ 29.10.2018 – B-Team

SV09 Somborn II – Germania Bieber II 2:1 (1:0)

Der Gastgeber verdiente sich den Sieg durch viel Fleißarbeit, musste aber bis zur 45. Minute warten, ehe Quassim Haje nach einem Merth-Freistoß gegen den Pfosten den zurückprallenden Ball über die Linie schob. In der 73. Minute schoss nach zähem Spiel Paul Gutier nach einem Schlenz-Pass aus sieben Metern ein. Erst in der 90. Minute markierte Alexander Wieg mit einem feinen Seitfallzieher aus 16 Metern den Ehrentreffer.
SR: Gottlieb (Bad Homburg).
Z: 30.
Tore: 1:0 Haje (45.), 2:0 Gutier (73.), 2:1 Wieg (90.).

GNZ 22.10.2018 – B-Team

SG Hesseldorf/W/N Sp. – SV09 Somborn II 6:2 (1:0)

Die in Bestform spielenden Gastgeber ließen nie Zweifel am Sieg aufkommen. Nachdem Damir Dudevic per Strafstoß den Pausenstand erzielt hatte, spielte die SG im zweiten Abschnitt nur noch auf ein Tor. Alexander Treat traf nach Dudevic-Pass zum 2:0, ehe Paul Gutier nach Abwehrfehler das 2:1 erzielte. Jetzt ging es Schlag auf Schlag: Zweimal Christoph Schneider, jeweils nach klugen Dudevic-Pässen, Kleiß per Abstauber und wieder Schneider nach Vorlage von Hodermann stellten auf 6:1 ehe Haje einen Fehler des SG-Liberos zur Ergebniskosmetik nutzte.
Schiedsrichter: Vereeken (Hammersbach).
Zuschauer: 40.
Tore: 1:0 Dudevic (30./FE), 2:0 Treat (49.), 2:1 Gutier (57.), C. Schneider (60./76.), Kleiß (83.), C. Schneider (87.), Haje (87.).
Beste Spieler: C. Schneider (Hesseldorf) — geschlossen (SVS II).

GNZ 18.10.2018 – B-Team

FC Burgjoß — SV09 Somborn II 2:2 (1:0)

In der ersten Halbzeit agierten die Gäste leicht überlegen, wobei die personell etwas ausgedünnten Burgjosser im Angriff stets gefährlich waren. Hätte Ensar Akbulut in der 67. Minute nicht den Pfosten getroffen, wäre für die Jossgründer ein Heimsieg durchaus drin gewesen.
Schiedsrichter: Mehana (Gemünden).
Zuschauer: 40.
Tore: Grande 1:0 (32.), Gutjer 1:1 (54.), Pfeiffer 2:1 (80.), 2:2 Haje (85.).
Beste Spieler: Beide Mannschaften geschlossen.

GNZ 15.10.2018 – B-Team

SV09 Somborn II – VfR Meerholz II 4:0 (2:0)

Paul Gutjer führte Somborn früh auf die Siegerstraße. Durch den Doppelpack von Qassim Haje und dem ersten Senioren-Tor von Alban Gashi stand am Ende ein ungefährdeter 4:0-Sieg auf der Anzeige. „Gashi hat bis vor Kurzem noch in der A-Jugend gespielt und macht heute in seinem zweiten Einsatz gleich sein erstes Tor. Da ist er ruhig geblieben und hat den Ball über den Keeper gehoben. Das war das Tor des Tages“, freut sich SVS-Pressesprecher Müller.
SR: Bange (Hanau).
Zuschauer: 35.
Tore: 1:0 Gutjer (18.), 2:0 Haje (45.+ 3), 3:0 Gashi (85.), 4:0 Haje (87.).
Rote Karte: Koc (87./Meerholz).
Bester Spieler: Haje (SVS).

GNZ 04.10.2018 – B-Team

SV09 Somborn II — Germania Rothenbergen II 1:1 (0:0)

„Wenn wir in der ersten Hälfte 0:5 hinten liegen, wäre das richtig gewesen“, moniert SVS-Spielertrainer Steffen Schaffrath das lustlose Spiel seiner Mannschaft. Nach einem langen Einwurf kam Röller frei vor das Tor des SVS und bekam einen abgewehrten Ball auf den Fuß, zum 0:1. In der 92. Minute der glückliche Ausgleich: Schlenz brauchte nach einem Zweikampf in der Luft mit dem Gästekeeper frei vor dem Tor nur noch einzuschieben.
SR: Schrödter (Eichen).
Z: 30.
Tore: Röller 0:1 (57.), 1:1 Schlenz (92.).
Beste Spieler: Bossert (SVS II) – Lenz, Weber, Röller (R II).

GNZ 29.09.2018 – A-Team

Der SV09 Somborn zieht seine erste Mannschaft zurück

Teamsprecher Öztürk und Preis kritisieren Vorstands-Entscheidung

Fußball (dg). Die sich bereits seit Tagen anbahnende Entscheidung ist gefallen: Der SV09 Somborn zieht seine erste Mannschaft aufgrund von Personalmangel mit sofortiger Wirkung aus der Kreisoberliga Gelnhausen zurück. Der Bruch zwischen Teilen der Mannschaft und dem Vereinsvorstand hat sich als unüberbrückbar herausgestellt. Die Freigerichter stehen damit als erster Absteiger aus der heimischen „Königsklasse“ fest. Das Team wird an das Tabellenende gesetzt, alle weiteren Spiele des SVS werden jeweils mit 3:0 für den kommenden Gegner gewertet. Die zweite Mannschaft der Freigerichter spielt weiterhin in der Kreisliga B, hat aber in der laufenden Saison kein Aufstiegsrecht. Die Somborner wollen in der kommenden Saison in der Kreisliga A Gelnhausen einen Neuanfang starten.
Der stellvertretende Vorsitzende des SV09 Somborn, Marcus Adam, bestätigte gestern den Rückzug: „Die erste Mannschaft hat sich am Donnerstagabend noch einmal zu einer Unterredung getroffen. Dabei hat sich die grundsätzliche Ausgangsposition nicht mehr verändert. Einige Spieler sind nicht bereit, die Position des Vorstands zu akzeptieren, wir sind von Vorstands-Seite her nicht bereit, nachzugeben.“ Es sei nicht erkennbar, dass sich die aus Sicht des Vorstandes inakzeptable Einstellung der Mannschaft in puncto adäquate Teilnahme am Vereinsleben und respektvoller Umgang mit Ehrenamtlern geändert habe oder ändern werde.
Spielertrainer Zortuk erklärt enttäuscht seinen Rücktritt
„Aufgrund dessen haben wir uns zum sofortigen Rückzug des Teams entschieden“, verdeutlichte Adam. Die Tür stünde aber für diejenigen Spieler weiter offen, die im B-Team weiterspielen wollten, betonte der Funktionär. Die genaue Anzahl der Spieler des Erstmannschaftskaders, die sich vom SVS distanzieren und nicht mehr das SVS-Trikot tragen werden, vermochte Adam nicht zu nennen. Für diese „abtrünnigen“ Akteure ist ein Vereinswechsel laut Statuten erst in der nächsten Wechselperiode (1. bis 31. Januar 2019) möglich. „Wobei die Wartefrist entfällt, wenn das letzte Pflichtspiel nachweislich länger als sechs Monate zurückliegt“, wie Kreisfußballwart Gerhard Pfeifer in seiner offiziellen Mitteilung des Sachverhaltes ergänzte. Derweil stellte Marcus Adam abschließend klar: „Wir schauen jetzt nach vorne mit der Intention, in der kommenden Saison in der Kreisliga A einen Neuanfang zu starten.“
Nach dem Bekanntwerden dieser weitreichenden Entscheidung äußerten sich auch Spielertrainer Tuncay Zortuk und die Spieler Volkan Öztürk und Michael Preis im Namen der Mannschaft. Ihre Darstellung der vereinsinternen Vorgänge fällt naturgemäß anders aus als die Argumentation von Vorstandsseite und erweckt den Eindruck, die Chefetage hätte aufgrund finanziel1er Engpässe nur auf eine Gelegenheit gewartet, um einen Notbremsen-Hebel zu betätigen.
Zortuk erklärte: „Es ist in jedem Fall schade, dass es so weit gekommen ist, und ich bin der Meinung, dass es nicht so weit hätte kommen müssen. Als Konsequenz der jüngsten Entwicklung habe ich dem Vorstand meinen Rücktritt mitgeteilt. Ich hatte hier schöne anderthalb Jahre als Spielertrainer und alle in Somborn sehr lieb gewonnen — wir gehen im Guten auseinander, ich werde jetzt erst einmal eine Pause einlegen.“ Sicherlich habe auch die Mannschaft Fehler gemacht, aber der Vorstand habe aus seiner Sicht überreagiert, sagt Zortuk.
In dieselbe Kerbe schlugen Torwart Volkan Öztürk und Routinier Michael Preis, die stellvertretend für die erste Mannschaft des SV09 Somborn Stellung bezogen. „Sicherlich haben wir auch als Mannschaft Fehler gemacht, die aber unserer Meinung nach weniger gravierend waren, als es der Vorstand öffentlich dargestellt hat. Wir sind schockiert, welche drastischen Folgen daraus erwachsen sind. Wir legen Wert auf die Feststellung, dass es nur einzelne Spieler waren, die Probleme mit dem Vorstand hatten. Der Vorstand hat nicht versucht, eine gemeinsame und einvernehmliche Lösung zu finden, uns wurde die Pistole auf die Brust gesetzt. Es war von mangelnder Trainingsbeteiligung die Rede. Dass wir zurzeit viele Verletzte und auch auswärtige Spieler haben, die absprachegemäß nur einmal in der Woche trainieren, muss in diesem Zusammenhang unbedingt auch erwähnt werden. Wir haben in aller Regel auch die Trainingstore weggestellt, auch diejenigen der Jugendmannschaften.“
Der Vorstand habe den konstruktiven Dialog mit der Mannschaft nicht gesucht, „wir Spieler hatten den Eindruck, es wurde regelrecht nach Fehlern von uns gesucht, die dann prompt auch gefunden wurden. Auch der Zeitpunkt der vom Vorstand anberaumten ‚Aussprache‘ ist bemerkenswert. Wir hatten aus den zurückliegenden drei Spielen immerhin sieben Punkte geholt und standen im gesicherten Mittelfeld. Da muss die Frage erlaubt sein, ob eine solche Aktion des Vorstandes in diesem Moment wirklich nötig war“, erklärten Öztürk und Preis.
Auch der Vorwurf des mangelnden Respekts gegenüber Ehrenamtlern und der mangelhaften Teilnahme am Vereinsleben sei so nicht richtig: „Wir sind alle Menschen mit Emotionen, und dass gerade unmittelbar nach Niederlagen nicht immer alles so vernünftig ist, was Spieler so von sich geben, sollte nachvollziehbar sein. Wir haben aber niemanden bewusst respektlos behandelt und sehr wohl regelmäßig am Vereinsleben teilgenommen. Dass Amateurspieler aber auch nicht immer vollzählig und gleichzeitig bei Vereinsfesten erscheinen können, sollte auch jeder akzeptieren.“
Abschließend verwehren sich die Teamsprecher entschieden gegen Mutmaßungen, wonach es sich im „Fall Somborn“ auch um kulturelle Differenzen — im Kader stehen viele Spieler mit Migrationshintergrund — gehandelt habe: „Wir waren eine funktionierende Mannschaft und wären es auch weiterhin gewesen.“

GNZ 29.09.2018 – A-Team

Ein Novum und viele Fehler

Kommentar von Dieter Geissler
Der Vereinsvorstand des SV09 Somborn hat mit seine Entscheidunq, die erste Mannschaft mit sofortiger Wirkung vom Kreisoberliga-Spielbetrieb zurückzuziehen und das Reserveteam in der Kreisliga B zu belassen, für ein Novum im Fußballkreis Gelnhausen gesorgt. Diesbezüglich bleibt festzuhalten: Sowohl die Chefetage des Vereins als auch die Spieler des Somborner Kaders haben fatale Fehler gemacht, die zu dieser in vielerlei Hinsicht unrühmlichen Entwicklung geführt haben.
Offensichtlich gab es schon im Verlauf der zurückliegenden Monate dramatische Kommunikationsdefizite auf beiden Seiten, sonst hätte es sicherlich nicht so weit kommen müssen. Wie genervt muss ein Vorstand von einer Mannschaft sein, dass das Gremium die Spieler vor die Wahl stellt, sich entweder zu ändern oder das Weite zu suchen? Hätte ein konstruktiver Dialog im Vorfeld der Saison — der Grundkonflikt schwelte offenkundig schon in der vergangenen Spielrunde — zur Deeskalation beitragen können? Hierüber kann man nur Mutmaßungen anstellen.
Warum die Vorstandsmitglieder den Spielern eine mangelhafte Einstellung sowohl auf dem Platz als auch in puncto Vereinsidentifikation vorwerfen, ist hingegen etwas klarer nachzuvollziehen. In einer Mannschaft, die sich in der vergangenen Saison dank mangelhafter Konkurrenzfähigkeit in der Gruppenliga Woche für Woche abschießen lassen musste, leidet naturgemäß die Motivation, und ein gewisser Schlendrian im Training ist angesichts einer solchen Konstellation durchaus vorstellbar. Das für sich genommen ist nicht positiv, aber mit Blick auf eine Amateurtruppe keinesfalls eine Rechtfertigung für die Abmeldung des Teams.
Der Vorwurf der mangelnden Identifikation einiger Somborner Spieler mit ihrem Klub wiegt indes schwerer und wirft ein Schlaglicht auf eine grundsätzliche Fehlentwicklung, die seit vielen Jahren in der Amateurfußballszene zu beobachten ist: Das Geld spielt eine zu große Rolle. Es kann nicht ernsthaft sein, dass beispielsweise ein Mittelklasse-A-Ligist zur Unterhaltung seines Spielerkaders — und das ist eine gesicherte Zahl — pro Saison eine Summe von 6000 Euro für Aufwandsentschädigungen und Prämienzahlungen benötigt. Eine Summe, die sich für Kreisoberligisten und noch höherklassiger spielende Teams entsprechend potenziert. Wenn dieser Faktor keine Rolle spielen würde, dann hätte es diesen schon jetzt historischen Somborner Rückzug garantiert nicht gegeben.

Der SV09 zieht sein A-Team zurück

Der SV09 Somborn zieht mit sofortiger Wirkung sein A-Team aus der Kreisoberliga Gelnhausen zurück. Der Grund: Unüberbrückbare Differenzen zwischen dem Vorstand und dem Team. Auf Grund von Fehlverhalten einzelner Spieler, die sich die Verantwortlichen des SV09 Somborn nicht mehr gefallen lassen wollten, wurden klare Vorgaben zu eigentlich selbstverständlichen Verhaltensweisen, wie Respekt, Wertschätzung und Vereinsleben, gefordert. Dies wurde schon mehrfach mit der Mannschaft und in Einzelgesprächen thematisiert. Eine grundlegende Verbesserung konnten die Verantwortlichen nicht erkennen und forderten die Mannschaft auf, ihr Verhalten umgehend zu verändern.
Erstaunt war man, dass die Mehrheit der Spieler auf diese Forderungen nicht einging oder sie erst gar nicht verstand, stattdessen wurde nur über die vorübergehenden Sanktionen diskutiert.
Zu Veränderungen waren Teile der Mannschaft nicht bereit, bzw. fühlten sich zu unrecht kritisiert.
Diesen Spielern folgten weitere Spieler, die nun ebenfalls beabsichtigen den Verein zu verlassen und nicht das Angebot des SV09 annehmen wollen weiter für den Verein zu spielen. Die Verantwortlichen bedauern, dass sich auch die Spieler, denen kein Vorwurf gemacht wurde, gegen eine Verbleib in Somborn aussprachen und sich mit den „Quertreibern“ solidarisierten. Dennoch ist der Verein bereit, den Spielern, die sich mit vorgegebenen Werten identifizieren, zusammenzuarbeiten.
Somit bestätigten sich die Befürchtungen, die die Verantwortlichen des SV09 schon seit langer Zeit hegen. Die Gefahr bestand immer, dass, sollte man Teile der Mannschaft oder einzelne Spieler kritisieren oder sanktionieren, die Mannschaft den Spielausschuss versucht zu erpressen, wie in der Vergangenheit bereits geschehen.
Diese Situation war für die ehrenamtlich Tätigen nicht mehr tragbar. Es wurde in den vergangenen Wochen auch immer schwerer gegenüber den Mitgliedern zu vermitteln, für was die Mannschaft stand.

Der SV09 steht damit als erster Absteiger fest und das B-Team verliert in der laufenden Saison das Aufstiegsrecht. Für die kommende Saison plant der SV09 Somborn in der A- und B-Klasse zu starten.
Die Verantwortlichen sehen nun die große Chance eines Neuanfangs, an dem ab sofort mit vereinten Kräften und breiter Zustimmung gearbeitet wird.

Der Spielausschuss                                            Der Vorstand